Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 04.09.2026
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) – Anesda Nord UG (haftungsbeschränkt) i. G.
für Softwareentwicklung / IT-Dienstleistungen / SaaS / Hosting / Hardware / EDV-Service (B2B & B2C) Stand: 04.09.2026 (Unternehmensangaben aktualisiert)
1. Anbieter, Geltungsbereich, Begriffsbestimmungen
Anbieter: Anesda Nord UG (haftungsbeschränkt) i. G., Parkstr. 5, 19309 Lanz, Deutschland, Tel. +49 38780 579999, E-Mail: info@anesda-nord.de. Geschäftsführung: Daniel Eschenlohr. Die Gesellschaft befindet sich in Gründung. Handelsregister- und Steuerangaben werden nach Eintragung bzw. Vergabe ergänzt.
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und Kunden über:
SaaS / Cloud-Software, Hosting, Wartung/Support
IT-Dienstleistungen, EDV-Service, Beratung, Analyse
Individualentwicklung / Programmierung (Projektleistungen)
Verkauf/Lieferung von Hardware und Zubehör (z. B. ReservierFix/ProfiPOS-Komponenten, EDV-Service-Hardware)
Kunde ist Verbraucher (§ 13 BGB) oder Unternehmer (§ 14 BGB). Unternehmer-Sonderregeln sind jeweils ausdrücklich gekennzeichnet.
Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
2. Vertragsschluss
Angebote sind freibleibend, sofern nicht ausdrücklich verbindlich.
Ein Vertrag kommt zustande durch (a) Auftragsbestätigung (Textform genügt), (b) Unterzeichnung, (c) Freischaltung/Leistungsbeginn oder (d) Versand der Ware.
Bei Online-Bestellungen: Vertragsschluss erfolgt spätestens mit Versand/Freischaltung.
3. Leistungsbeschreibung, Leistungsänderungen
Umfang und Details ergeben sich aus Angebot, Leistungsbeschreibung, Leistungs-/Produktseite, SLA/Supportpaket, Auftragsbestätigung oder Ticket-/Projektvereinbarung.
Der Anbieter darf technische Änderungen/Weiterentwicklungen vornehmen, soweit diese zumutbar sind und der vereinbarte Kernumfang nicht wesentlich beeinträchtigt wird (z. B. Security-Updates, Infrastrukturwechsel).
4. Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde stellt rechtzeitig alle notwendigen Informationen, Inhalte, Zugänge, Ansprechpartner und Daten bereit.
Verzögerungen/Mehraufwände aufgrund fehlender Mitwirkung gehen nicht zulasten des Anbieters und können nach Aufwand abgerechnet werden.
Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit seiner Inhalte/Daten verantwortlich (insb. Rechte Dritter, Datenschutz, Impressumspflichten).
TEIL A – Preise, Zahlung, Verzug, Sperrung
5. Preise, Versand, Vorabberechnung, Verbrauch
Es gelten die vereinbarten Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, sofern anwendbar.
Wiederkehrende Leistungen (SaaS/Hosting/Wartung/Servicepakete) werden grundsätzlich im Voraus abgerechnet, sofern nicht anders vereinbart.
Verbrauchsbasierte Leistungen (z. B. Speicher/Traffic/Transaktionen) werden nach tatsächlichem Verbrauch gemäß Vereinbarung/Preisliste abgerechnet.
6. Zahlungsziel, Zahlungsarten, SEPA-Lastschrift
Rechnungen sind innerhalb von 7 Kalendertagen ab Rechnungsdatum ohne Abzug fällig.
Zulässige Zahlungsarten ergeben sich aus Angebot/Bestellprozess (z. B. Überweisung, Lastschrift, weitere angebotene Methoden).
Bei SEPA-Lastschrift erteilt der Kunde ein SEPA-Mandat; die Vorankündigung (Pre-Notification) erfolgt gemäß gesetzlichen Vorgaben bzw. Vereinbarung.
7. Zahlungsverzug, Mahnkosten, Rücklastschrift
Gerät der Kunde in Verzug, gelten die gesetzlichen Verzugsfolgen (Zinsen, Verzugsschaden).
Mahn-/Bearbeitungskosten: Der Anbieter kann nachweisbare Kosten (z. B. Bank-/Portokosten, Rücklastschriftkosten, Rechtsverfolgungskosten) ersetzt verlangen. Bei pauschalierten Ansätzen gilt: Der Kunde kann nachweisen, dass kein oder ein geringerer Schaden/Aufwand entstanden ist.
Rücklastschriftgebühren: Bei vom Kunden zu vertretender Rücklastschrift (z. B. fehlende Deckung, widersprochene Lastschrift ohne Rechtsgrund) werden dem Kunden die dem Anbieter tatsächlich entstandenen Bank-/Drittgebühren in Rechnung gestellt; pauschale Überhöhungen sind ausgeschlossen.
8. Sperrung/Abschaltung bei Nichtzahlung, Sperr- und Wiederinbetriebnahmekosten
Bei ausbleibender Zahlung ist der Anbieter berechtigt, nach angemessener Ankündigung die betroffenen Dienste ganz oder teilweise zu sperren oder abzuschalten, bis sämtliche fälligen Beträge beglichen sind.
Kosten für Sperrung/Wiederinbetriebnahme: Für den zusätzlichen administrativen/technischen Aufwand einer Sperrung und/oder Wiederfreischaltung kann der Anbieter eine angemessene Aufwandspauschale gemäß jeweils gültiger Preisliste verlangen, sofern der Kunde die Sperrung zu vertreten hat. Dem Kunden bleibt ausdrücklich der Nachweis vorbehalten, dass kein oder ein wesentlich geringerer Aufwand entstanden ist.
Die Zahlungspflicht für die Vertragsentgelte bleibt bei vom Kunden zu vertretender Sperrung/Abschaltung bestehen.
9. Aufrechnung/Zurückbehaltungsrecht
Verbraucher dürfen nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.
Unternehmer dürfen nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen; Zurückbehaltungsrechte bestehen nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis.
TEIL B – Laufzeit, Kündigung (SaaS/Hosting/Wartung)
10. Mindestlaufzeit, Verlängerung, Kündigung
Soweit nicht anders vereinbart, gilt für wiederkehrende Leistungen eine Mindestvertragslaufzeit von 12 Monaten.
Danach ist der Vertrag monatlich kündbar, soweit nicht anders vereinbart.
Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail).
Außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt (z. B. erheblicher Zahlungsverzug, schwere Vertragsverletzung).
11. Online-Kündigung für Verbraucher (Kündigungsbutton)
Sofern Verbraucher Verträge über Dauerschuldverhältnisse online abschließen können, stellt der Anbieter eine Online-Kündigungsmöglichkeit („Kündigungsbutton“) entsprechend den gesetzlichen Anforderungen bereit.
TEIL C – SaaS / Hosting / Digitale Dienste
12. Verfügbarkeit, Wartungsfenster, Drittinfrastruktur
Soweit kein SLA vereinbart ist, schuldet der Anbieter eine dem Stand der Technik entsprechende Bereitstellung, jedoch keine garantierte Mindestverfügbarkeit.
Wartungen/Updates/Sicherheitsmaßnahmen können zu Einschränkungen führen; geplante Wartungen werden nach Möglichkeit angekündigt.
Der Anbieter darf Subunternehmer und Rechenzentrums-/Cloud-Dienstleister einsetzen.
13. Acceptable Use (zulässige Nutzung)
Untersagt sind insbesondere: rechtswidrige Inhalte, Spam/Massenversand, Malware, unbefugte Zugriffe, Lasttests ohne Zustimmung, Mining, Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen.
Bei Verstößen darf der Anbieter Inhalte sperren, Accounts einschränken oder Dienste nach Abwägung vorübergehend sperren; weitergehende Rechte bleiben unberührt.
14. Daten, Export, Löschung nach Vertragsende
Der Kunde bleibt Verantwortlicher für die von ihm verarbeiteten Inhalte/Daten (außer bei ausdrücklich anders geregelter Rollenverteilung).
Datenexport bei Vertragsende: Soweit technisch vorgesehen, kann der Kunde seine Daten in einem gängigen Format exportieren. Sofern nicht anders vereinbart, hält der Anbieter Kundendaten nach Vertragsende max. 30 Tage zur Abwicklung/Übergabe vor und löscht sie anschließend, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
Zusätzliche Unterstützungsleistungen (z. B. Datenmigration/Export-Support) werden nach Aufwand berechnet.
15. Verbraucherregeln für digitale Produkte (Update-/Änderungspflichten)
Für Verbraucher gelten bei digitalen Leistungen die besonderen gesetzlichen Regelungen zu digitalen Produkten (u. a. Bereitstellung, Mängelrechte, Updates/Aktualisierungen und Umgang mit Änderungen).
TEIL D – IT-Dienstleistungen / EDV-Service / Projekte / Programmierung
16. Dienst- oder Werkleistung, Abnahme
Je nach Vereinbarung werden Leistungen als Dienstleistung (Tätigkeit) oder Werkleistung (Erfolg) erbracht.
Bei Werkleistungen: Der Kunde prüft innerhalb von 10 Werktagen ab Bereitstellung und erklärt Abnahme oder rügt wesentliche Mängel in Textform. Erfolgt keine fristgerechte Rückmeldung, kann der Anbieter eine angemessene Abnahmefrist setzen.
17. Change Requests
Änderungswünsche nach Beauftragung werden gesondert nach Aufwand oder neuem Angebot vergütet, sofern nicht im ursprünglichen Leistungsumfang enthalten.
18. Nutzungsrechte (Projektleistungen)
Sofern nicht anders vereinbart, erhält der Kunde nach vollständiger Zahlung ein einfaches Nutzungsrecht am Projektergebnis für eigene Zwecke.
Quellcode-Herausgabe, exklusive Rechte oder Übertragung von Schutzrechten bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung.
Vorbestehende Komponenten, Tools, Bibliotheken und Know-how verbleiben beim Anbieter; der Kunde erhält insoweit ein Nutzungsrecht, soweit zur vertragsgemäßen Nutzung erforderlich.
TEIL E – Hardwareverkauf / Lieferung
19. Lieferung, Versand, Teillieferungen
Lieferzeiten, Versandkosten und Lieferumfang ergeben sich aus Angebot/Bestellprozess/Bestellbestätigung.
Teillieferungen sind zulässig, soweit für den Kunden zumutbar.
20. Gefahrübergang
Verbraucher: Gefahrübergang mit Übergabe an den Verbraucher oder benannten Dritten.
Unternehmer: Gefahrübergang mit Übergabe an den Versanddienstleister, sofern nicht anders vereinbart.
21. Eigentumsvorbehalt
Die Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung Eigentum des Anbieters.
22. Rücksendungen, RMA, Rücksendeadresse
Rücksendungen sind vorab anzumelden (z. B. per E-Mail/Ticket), damit eine zügige Bearbeitung möglich ist (Seriennummer, Fehlerbeschreibung, Kaufdatum).
Rücksendeadresse: Die Rücksendeadresse wird dem Kunden nach Anmeldung der Rücksendung gesondert mitgeteilt.
Unfreie Rücksendungen werden nicht angenommen, sofern nicht im Einzelfall anders vereinbart.
23. Software/Firmware auf Hardware
Soweit Hardware mit Software/Firmware ausgeliefert wird, erhält der Kunde daran ein Nutzungsrecht im erforderlichen Umfang. Weitergehende Rechte bestehen nur im Rahmen zwingender gesetzlicher Vorschriften oder ausdrücklicher Vereinbarung.
TEIL F – Gewährleistung/Mängel, Haftung, Datenschutz
24. Gewährleistung / Mängelrechte
Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Mängelrechte.
Für Unternehmer gelten die gesetzlichen Mängelrechte mit der Maßgabe, dass der Kunde Mängel unverzüglich anzuzeigen hat; weitergehende Einschränkungen bedürfen einer ausdrücklichen Vereinbarung.
Bei digitalen Leistungen für Verbraucher gelten die besonderen gesetzlichen Regelungen zu digitalen Produkten (inkl. Updates/Mängelrechte).
Kein Mangel liegt vor, wenn eine Beeinträchtigung durch unsachgemäße Nutzung, Fremdeingriffe, nicht freigegebene Änderungen, Drittanbieter-Systeme oder fehlende Mitwirkung verursacht wurde.
25. Haftung
Unbeschränkte Haftung bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden.
Gesetzliche Haftung nach zwingenden Vorschriften (z. B. Produkthaftung) bleibt unberührt.
26. Vertraulichkeit
Beide Parteien behandeln vertrauliche Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich.
27. Datenschutz / Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag verarbeitet, wird – soweit erforderlich – eine AV-Vereinbarung (Art. 28 DSGVO) geschlossen.
28. Referenznennung
Der Anbieter darf den Kunden als Referenz nennen (Name/Logo), sofern der Kunde nicht in Textform widerspricht.
29. Streitbeilegung / Verbraucherschlichtung (aktualisiert)
Der Anbieter ist nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Hinweis: Die EU-Online-Streitbeilegungsplattform (ODR/OS) wurde zum 20.07.2025 eingestellt.
30. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Für Verbraucher gilt dies nur, soweit zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Aufenthaltsstaats nicht entzogen werden.
Gerichtsstand gegenüber Kaufleuten/juristischen Personen: Lanz.
Salvatorische Klausel.
ANLAGE 1 – Widerrufsbelehrung (nur Verbraucher)
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.
Widerrufsfrist
Warenkauf: 14 Tage ab dem Tag, an dem Sie oder ein von Ihnen benannter Dritter die Ware erhalten haben.
Dienstleistungen / digitale Dienste (z. B. Hosting/SaaS): 14 Tage ab Vertragsschluss.
Ausübung des Widerrufs
Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Anesda Nord UG (haftungsbeschränkt) i. G., Parkstr. 5, 19309 Lanz, info@anesda-nord.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. E-Mail) über Ihren Entschluss informieren.
Folgen des Widerrufs (Waren)
Wir erstatten alle Zahlungen einschließlich der Lieferkosten (mit Ausnahme zusätzlicher Kosten, die sich daraus ergeben, dass Sie eine andere Art der Lieferung als die von uns angebotene günstigste Standardlieferung gewählt haben) unverzüglich und spätestens binnen 14 Tagen ab Eingang Ihres Widerrufs. Wir können die Rückzahlung verweigern, bis wir die Waren zurückerhalten haben oder bis Sie den Nachweis erbracht haben, dass Sie die Waren zurückgesandt haben.
Folgen des Widerrufs (Dienstleistungen / digitale Dienste)
Haben Sie verlangt, dass wir während der Widerrufsfrist mit der Leistung beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt erbrachten Leistungen entspricht, zu dem Sie uns vom Widerruf unterrichten.
ANLAGE 2 – Widerrufsformular (Muster, nur Verbraucher)
An: Anesda Nord UG (haftungsbeschränkt) i. G., Parkstr. 5, 19309 Lanz, info@anesda-nord.de Hiermit widerrufe ich den von mir abgeschlossenen Vertrag über den Kauf der folgenden Waren / die Erbringung der folgenden Dienstleistung: … Bestellt am / erhalten am: … Name: … Anschrift: … Datum: … Unterschrift (nur bei Papier): …